Facebook Hashtags

Facebook hält sich erfreulicherweise oft zurück, wenn andernorts gerade wieder der x-te neue Webtrend gefeiert wird. Mit Hashtags wurde da keine Ausnahme gemacht. Twitter und andere Dienste haben diese Funktion schon deutlich vor Facebook eingeführt.

Erst als klar wurde, dass die NutzerInnen Hashtags auch über die erste Neugierde hinaus nutzen, zog auch Facebook nach.

Auch das ist nun schon mehrere Jahre her, und mittlerweile fristen Hashtags auch auf Facebook kein Nischendasein mehr. Es wird also Zeit, ihren Nutzen für die Öffentlichkeitsarbeit von Non-Profits zu beleuchten.

Facebook: boykottieren oder strategisch nutzen?

Große Teile der Linken im weiteren Sinne stehen Facebook äußerst skeptisch gegenüber. Und das völlig zurecht.

Facebook ist im Kern ein Werbeunternehmen. Die ganze kostenlose Plattform gibt es nur, um NutzerInnen für Werbeanzeigen zu gewinnen. Werbeplätze sind umso wertvoller, je spezifischer vorausgesagt werden kann, wer genau diese Werbung sehen wird. Das ermöglicht nämlich zielgruppenspezifische Ansprache in Wort und Bild. Und wenn eine werbetreibende Organisation weiß, dass sie genau ihre Zielgruppe erreichen kann, statt viel Geld für unnütze Schaltungen bei desinteressierten Personen zu verschwenden, dann kann die treffsichere Werbung ruhig mehr kosten. Unterm Strich wird es trotzdem günstiger.

 

Werbung auf Facebook: Optimierung für welches Ziel?

Wenn Sie auf Facebook Werbung schalten, dann haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Optimierungszielen. Entsprechend Ihrer Wahl beim Feld "Optimierung für" ändert sich sowohl die Art, wie Ihre Zielgruppe anvisiert wird, als auch die Art der Abrechnung der Werbe-Einblendungen.

Als Facebook-Seite andere Seiten liken?

Facebook-Seiten unterscheiden sich in ihrer Funktionalität von privaten Accounts. So darf ein privater Account natürlich eine Facebook-Seite liken, aber umgekehrt geht das nicht: Eine Facebook-Seite kann privaten Accounts kein "Gefällt mir" geben.

Aber wie steht es um andere Seiten? Kann eine Facebook-Seite eine andere Seite liken?

Sie kann. (Und sie sollte auch, aber das wird ein anderer Artikel).

Ihnen stehen für das Liken einer anderen Seite zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Einmal können Sie auf Facebook komplett die Rolle Ihrer Facebook-Seite übernehmen. Klicken Sie dazu ganz oben rechts in Facebooks blauer Menu-Leiste auf das dunkelblaue Dreieck. Wählen Sie hier unter "verwende Facebook als" die Seite Ihrer Wahl aus.

Facebook-Werbung: Vorsicht bei "Benutzerdefinierte Zielgruppe"

Facebook bietet über den "Power Editor" verschiedene Funktionen für fortgeschrittene Werbemaßnahmen auf der Plattform. Eine dieser Funktionen ist die Filterung über eine "benutzerdefinierte Zielgruppe". Solche Zielgruppen sind ein mächtiges Werkzeug: Sie können dort etwa die E-Mail-Adressen ihrer Mitglieder hochladen und sie vom System mit vorhanden Facebook-Accounts abgleichen lassen. Im nächsten Schritt ist es Ihnen dann beispielsweise exakt diese Liste an Accounts mit einer Werbeanzeige für Ihre neue Kampagne begeistern.

Die Sache hat jedoch einen Haken: So effektiv diese Funktion ist, so unzulässig ist ihre Nutzung in Deutschland ohne bewusste Einwilligung Ihrer NutzerInnen.

 

Reichweite - das unbekannte Wesen.

Von jedem Beitrag auf der eigenen Facebook-Seite springt sie einem entgegen - die Angabe über dessen Reichweite. Facebook nimmt die Reichweite auch als Argument heran, um Seiten-BetreiberInnen das Schalten von Werbung schmackhaft zu machen. Doch was ist beschreibt denn Reichweite nun genau, und warum sollten wir uns dafür interessieren?

Tipp: Lesezeichen auf einzelne Facebook-Beiträge setzen

Ab und an stößt man beim Überfliegen der eigenen Facebook-Chronik auf einen spannenden Beitrag - hat aber just in dem Moment keine Zeit für die Lektüre. Was tun? Am nächsten Tag ist der Beitrag in der Chronik bestimmt schon nicht mehr zu finden.

Facebook hat (noch) keine eigene Lesezeichen-Funktion, die einzelnen Inhalte sind eher für den unmittelbaren Konsum gedacht. Das macht für die Katzenbilder und Co. vieler privater Seiten auch Sinn. Die einzelnen Beiträge und Kommentare solcher Seiten bilden lockeren Small Talk ab, und da ist eine Lesezeichen-Funktion überflüssig.

Im professionellen Bereich gibt es aber öfter auch gehaltvollere Inhalte. Beiträge, bei denen man auf die späteren Kommentare der NutzerInnen gespannt ist. Eine Infografik, auf die man gern in einer E-Mail hinweisen möchte. Ein sehr gut formulierter Beitrag, den man sich als Anschauungsmaterial speichern möchte usw. usf.

Zielgruppe für Neuigkeiten

Kennen Sie das? Sie schreiben einen neuen Beitrag für Ihre Facebook-Seite, und wissen, dass er eigentlich nur für einen bestimmten Teil Ihrer Fans von Interesse ist. Es wäre doch toll, wenn es die Möglichkeit gäbe, den Beitrag nur denjenigen anzuzeigen, die sich aller Voraussicht nach auch wirklich für den Inhalt interessieren...

 

Text im Bild der Facebook-Anzeige?

Ganz gleich, ob Sie einen bestehenden Beitrag bewerben oder eine Facebook-Werbeanzeige komplett selbst designen: In jedem Fall ist das Bild der zentrale Blickfang.

Eine attraktive Gestaltung dieses Bildes ist wesentlich, um unter der Vielzahl anderer Eindrücke auf Facebooks Plattform Beachtung zu finden. Gerade beim Einkauf von Werbeplätzen ist der Unterschied oft bares Geld wert.

Für Non-Profits und den politischen Bereich ist das oft eine Herausforderung, weil wir ja praktisch immer mit denk- und also textlastigen Inhalten an die Welt herantreten.

Da liegt die Versuchung nahe, einfach Text in das Bild zu integrieren. Ich mache das auf dieser Seite selbst, wenn ich keine passende Visualierung habe bzw. keine nötig ist.

Für normale Beiträge, Fotos oder Links auf Facebook ist das auch kein Problem. Streng genommen könnten Sie die gesamte Bildfläche vollschreiben, wenn Sie das optisch ansprechend hinbekommen.

Schwierig wird es aber in dem Moment, in dem Sie einen Beitrag bewerben wollen. Für Facebook-Werbung gilt nämlich die Regel, dass das Bild in der Anzeige nur zu maximal 20% aus Text bestehen darf.

20% sind tatsächlich so wenig, wie es klingt. Das Titelbild in diesem Beitrag liegt leicht darunter, mehr Fläche darf anteilig also nicht durch Buchstaben eingenommen werden.

Über die Gründe hält Facebook uns weitgehend im Dunkeln. Facebook sei bemüht, Qualität und NutzerInnen-Erfahrung hochzuhalten. Vermutlich gab es vor der Einführung 2013 eine zu große Schwemme von "one weird trick"-Spam-Anzeigen: